37 LangenerInnen starben, weil sie nicht rechtzeitig aus ihrer Heimat flüchten konnten. Sie starben in KZs und Gefängnissen. Genauer gesagt, sie wurden ermordet.

Das ist jetzt fast 80 Jahre her. Aber das Problem, dass Menschen sterben müssen, weil es ihnen nicht gelingt, rechtzeitig in ein sicheres Land zu flüchten, ist leider immer noch aktuell. Heute ist Deutschland für die Flüchtlinge, die es erreichen konnten, ein relativ sicheres Aufnehmerland.

Aber wie sah es hier aus, als Deutschland Fluchtland war? Als hier aufgewachsene Menschen nur überleben konnten, indem sie ihre Heimat verließen?

Diese Problematik ist einer der Schwerpunkte beim Alternativen Stadtrundgang, den wir auch in diesem Herbst wieder durchführen und zwar am

Samstag, 22.September 2018 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Der Langener Walter Rietig wurde wegen regimekritischen Äußerungen 1942 hingerichtet.

Treffpunkt: Altes Rathaus

„Langen in der Nazizeit“ ist das Thema dieses alternativen Stadtrundganges. Wir erzählen die Geschichte der Opfer, aber auch der Täter und ihrer Gegner anhand der Häuser und der Plätze, an denen sie wirkten. Bilder von damals helfen, die Zeit lebendig erscheinen zu lassen. Wir besuchen auch Stellen, an denen Stolpersteine für die Opfer verlegt wurden – für Juden, für politische Gegner und für Opfer der sogenannten Euthanasie.

Die etwa zweistündige Führung ist kostenlos!

Infos und Anmeldung: Herbert Walter Tel. 51873

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Wir sind mehr

An alle Rechten und Nazis, Identitären und „besorgten Bürger“ — und alle, die befürworten, was diese Woche in Chemnitz passiert ist:

Das ist nicht euer Land. Das sind nicht eure Straßen.

Hier werden keine Hitlergrüße gezeigt und erst recht keine Menschen aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Herkunft gejagt.

Zu lange waren wir zu leise und haben euch zugesehen. Damit ist jetzt Schluss.

Ihr könnt noch so oft „Wir sind das Volk“ brüllen — ihr seid es nicht. Ihr seid nicht Deutschland. Ihr seid nicht Sachsen. Ihr seid nicht Chemnitz.

Deutschland sind wir alle. Wir haben alle Hautfarben und Religionen, Wurzeln in der ganzen Welt und sprechen alle Sprachen dieser Erde.

Ab heute gilt: Die stille Mehrheit schweigt nicht mehr.

Unterzeichnen

Voller Entschlossenheit

René, Christoph, Antonia, Rosa und das ganze Avaaz-Team

2018-09-15 Einladung Jubiläum Weltladen

Demonstration und Kundgebung 19. August in Wiesbaden

Auftaktkundgebung: 11 Uhr l Bahnhofsvorplatz
Demonstration: 12 Uhr
Abschlusskundgebung: 13 Uhr l Kochbrunnenplatz
Am 19.08. plant die AfD ihren zentralen Auftakt zum Landtagswahlkampf im Bürgerhaus Wiesbaden-Erbenheim. Wir rufen zum Protest dagegen auf.

Die AfD spaltet die Gesellschaft. Mitglieder der Partei versuchen, ihre politischen Gegner einzuschüchtern und hetzen gegen ihnen missliebige Gruppen. Der Parteivorsitzende Alexander Gauland bezeichnet den deutschen Faschismus als „Vogelschiss“ in der Geschichte und ist stolz auf die „Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“; für Jens Maier (Bundestagsmitglied und Beiratsmitglied des Bündnisses für Demokratie und Toleranz) ist die NPD, „die einzige Partei, die immer entschlossen zu Deutschland gestanden hat“; Beatrix von Storch (Mitglied des Bundesvorstandes) wettert gegen jede Form der Geschlechtergleichstellungspolitik und gegen die angebliche Macht der „Schwulen-Lobby“; Björn Höcke (Landessprecher in Thüringen) bezeichnet das Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ und ist der Meinung, „dass man nicht jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen kann“.

All das zeigt: Der AfD geht es nicht darum, das Parlament nur ein bisschen durcheinanderzuwirbeln. Sie steht für rückwärtsgewandte und antidemokratische Positionen, will ein gänzlich anderes politisches System und hat erschreckend wenig Berührungsängste gegenüber faschistischen Ideologien und Gruppierungen und der Relativierung der Verbrechen der Shoah.

Eine solche Partei hat im Parlament nichts zu suchen. Wer den demokratischen Diskurs so sehr verachtet wie die AfD, hat kein Recht darauf, Teil dieses Diskurses zu sein. Eine Partei, die einen faschistischen Flügel in ihren Reihen duldet, hat unseren vehementen Widerstand verdient.

Trotz der aktuellen Umfrageergebnisse, ist ein Erfolg der AfD kein Selbstläufer. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen übersprang sie im letzten Jahr mit 5,9 Prozent bzw. 6,2 % nur knapp die 5-Prozent-Hürde. Ein Scheitern in Hessen würde auch bundesweit die Kräfteverhältnisse verschieben und könnte der Anfang vom Ende der AfD sein. Doch auch wenn der AfD der Einzug gelingen sollte: jeder Sitz, den wir ihr mit unserem Engagement verwehren, ist das Engagement wert.

Setzen wir gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus. Treten wir gemeinsam ein für eine offene und pluralistische Gesellschaft.

Gegen den Wahlkampfauftakt der AfD in Wiesbaden demonstrieren!

Für eine offene und pluralistische Gesellschaft eintreten!

Rednerinnen und Redner:

Francesco Arman, deutscher Sinto l Emine Aslan, Women’s March l Said Barkan, Vorsitzender Zentralrat der Muslime Hessen Christine Buchholz, Aufstehen gegen Rassismus l Thomas Diekmann, Diözesanvorsitzender KAB Bistum-Limburg l Ulrike Eifler, Keine AfD in den Landtag l Arno Enzmann, Stellv. Vorsitzender Naturfreunde Hessen l Enis Gülegen, agah Hessen l Hibba Kauser, ehem Schulsprecherin Offenbach und Anti-Abschiebe-Aktivistin l Micaela Leon, Women’s March l Dr. Meron Mendel, Bildungsstätte Anne-Frank l Michael Rudolph, DGB Vorsitzender Hessen-Thüringen l Rosemarie Steffens, Sprecherin VVN-BdA Hessen l Manuel Wüst, LGBT*IQ-Aktivist l Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN l Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD l Janine Wissler, DIE LINKE

Musik: Bender und Schillinger

https://www.facebook.com/events/835045783550479/?active_tab=about

Weitere Infos unter:

https://keine-afd-im-landtag.de

https://www.facebook.com/Keine-AfD-in-den-Landtag

Den Aufruf zur Demonstration unterstützen:

Initiative gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Bergstraße l Odenwald gegen Rechts l DGB Stadtverband Darmstadt l Main-Taunus – Deine Stimme gegen Rechts l Mülheimer Bündnis gegen Rechts l Kreisverband Frankfurt Bündnis 90/DIE GRÜNEN l Rheingau bleibt bunt l Wiesbadener Bündnis für Demokratie l Antifaschistische Bildungsinitiative Friedberg l Initiative Momentmal Wiesbaden
Copyright © 2018 Aufstehen gegen Rassismus, All rights reserved.
Du erhältst diese Email, da du den Aufruf „Aufstehen gegen Rassismus“ unterzeichnet hast.

Our mailing address is:
Aufstehen gegen Rassismus
VVN-BdA e. V.
Magdalenenstr. 19
Berlin 10365
Germany

 

* Jetzt sind die Bundesländer gefordert / Deutschland muss Daten auch an
Länder des Südens übermitteln

In Deutschland lagern fast drei Billionen Euro von Ausländern, von denen
ihre Heimatländer nichts wissen. Umgekehrt lagern im Ausland Milliarden
Euro von deutschen Staatsbürgern, über die den deutschen Finanzämtern
nichts bekannt ist. Im September steht nun zum zweiten Mal der
sogenannte automatische Datenaustausch an, der nach jahrelangem Druck
des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac und anderer
Organisationen sowie aufgrund eines Vorschlages der Organisation für
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im vergangenen
Herbst begonnen hat.

“Der automatische Datenaustausch ist ein wichtiger Schritt voran beim
Kampf gegen die Geldwäsche und illegale Steuervermeidung. Nun ist es
Aufgabe der Bundesländer, die Daten zu prüfen und zügig die Konsequenzen
zu ziehen. Wir fordern die Finanzminister der Länder auf, schnell
genügend Kapazitäten bereit zu stellen“, sagt Karl-Martin Hentschel von
der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Finanzmärkte und Steuern.

Attac kritisiert jedoch, dass mit vielen Staaten – insbesondere den
Ländern des Südens – kein Datenaustausch stattfindet, da diese angeblich
nicht die von Deutschland erwarteten Standards erfüllen. „Damit gehen
diesen Ländern viele Milliarden Euro verloren, die vermutlich aus
Kriminalität, Waffenhandel, Drogenschmuggel und Unterschlagungen
öffentlichen Geldes stammen und aus diesen Ländern nach Deutschland
verschoben wurden“, sagt Detlev von Larcher, ebenfalls aktiv in der
Attac-AG Finanzmärkte und Steuern. „Immer noch wird deutlich mehr Geld
aus den armen Staaten nach Europa und in die USA überwiesen, als diese
Entwicklungshilfe leisten. Wir fordern deshalb, dass gerade an
Entwicklungsländer Daten ohne Vorbedingungen weitergegeben werden.“

Laut Bundesregierung wurden 2017 erstmals 1,5 Millionen Datensätze von
49 Staaten und Gebieten nach Deutschland übermittelt (Drucksache
19/3630). Im September dieses Jahres soll der Austausch zwischen
Deutschland und 102 Staaten beziehungsweise Gebieten erfolgen. Derzeit
werden die übermittelten Daten den jeweiligen Steuerpflichtigen durch
das Bundeszentralamt für Steuern zugeordnet und den Landesfinanzbehörden
überstellt. Diese wollen 2020 mit der Auswertung der Daten beginnen. Die
Daten enthalten Kontostände von insgesamt 85 Milliarden Euro.

TERMINHINWEIS:
Mit europaweiten Aktivitäten unter dem Motto „Finance for the People!“
fordert Attac am 15. September, dem zehnten Jahrestag der
Lehman-Brothers-Pleite, Banken und Finanzmärkte endlich demokratisch zu
kontrollieren. Aktionsort in Deutschland ist der Börsenplatz in
Frankfurt. Für den Vorabend am 14. September lädt Attac zu einer
Podiumsdiskussion zum Thema in Frankfurt ein.


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