Am Montag, 31. Juli 2017 um 17 Uhr, wird im Rathaus der Stadt Langen die Ausstellung „Hibakusha weltweit“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt die Gesundheits- und Umweltfolgen der „Nuklearen Kette“: vom Uranbergbau über die Urananreicherung, zivile Atomunglücke, Atomwaffentests, militärische Atomunfälle, Atombombenangriffe bis hin zu Atommüll und abgereicherter Uranmunition. Sie ist denen gewidmet, deren Leben durch die Atomindustrie beeinträchtigt wurden: den indigenen Völkern, deren Heimat durch Uranbergbau in atomare Wüsten verwandelt wurde, den Opfern von mehr als 2.000 Atomwaffentests, den Überlebenden der Atomwaffenangriffe von Hiroshima und Nagasaki sowie den Menschen, die durch radioaktiven Niederschlag von zivilen und militärischen Atomkatastrophen betroffen sind.
Die Stadt Langen zeigt „Hibakusha weltweit“ im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei den „Mayors for Peace“, einer internationalen Organisation, die sich für die Abschaffung von Kernwaffen einsetzt. Ein Teil der Veranstaltung ist die Ernennung von Baumpaten, die im Namen der Stadt Ginkosamen aus Hiroshima zu Bäumen heranziehen, die künftig als Symbol des Friedens in Langen stehen sollen.

Die krassen und bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Und schwierige Fragen. Ist es angesichts der massiven Gewalt noch richtig, Politik und Polizei dafür zu rügen, dass sie bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht massiv eingeschränkt haben? Oder müssen Protestbewegungen nicht erst einmal viel klarer Nein zur Gewalt sagen? War es richtig, den G20-Gipfel zu begrüßen, wenn so wenig rauskam? Oder ist der G20-Beschluss zum Klima nicht doch einiges wert? Langsam ordnen sich unsere Gedanken, und wir möchten sie mit Ihnen teilen. Read More


+ Polizei und Senat müssen umgehend auf Boden des Grundgesetzes zurückkehren

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisiert scharf die
Aussetzung zentraler Grundrechte bei den G20-Protesten in Hamburg. “ Wir
fordern die Hamburger Polizei und den Senat auf, sofort auf den Boden
des Grundgesetzes zurückzukehren. Was wir in Hamburg gerade erleben, ist
so weit entfernt von dem versprochenen Festival der Demokratie wie die
Türkei von Pressefreiheit entfernt ist“, sagt Judith Amler vom
bundesweiten Attac-Rat. „Erst erklärt der Senat die Stadt mit einem 38
Quadratkilometer umfassenden Versammlungsverbot zur demokratiefreien
Zone, dann setzt sich die Polizei selbst über ein Urteil des
Bundesverfassungsgerichts hinweg und versucht ein gerichtlich
genehmigtes Camp brutal zu räumen. Aus dem Grundrecht auf
Versammlungsfreiheit ist in Hamburg Polizeirecht geworden. Hören Sie
jetzt auf, Herr Grote!“

+ Gerichte sollen Gefahrenprognose prüfen

In dieser Situation ist es nach Ansicht von Attac besonders
problematisch, dass viele Verwaltungsrichterinnen und -richter es bisher
nicht als ihre Aufgabe ansehen, trotz Zweifeln an den Behauptungen von
Polizei und Stadt diese auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. „Es ist
offenkundig, dass die Polizei derzeit an den Haaren herbeigezogene
Gefahrenprognosen in Raum stellt und den polizeilichen Notstand ausruft,
um ihr grundgesetzwidriges Handeln zu rechtfertigen. Es darf nicht sein,
dass es keine Instanz gibt, die diese haltlosen Behauptungen der Polizei
überprüft und verhindert, dass Menschen, die ihren Protest gegen die
Politik der G20 zum Ausdruck bringen wollen, in Hamburg ihrer
demokratischen Rechte beraubt werden“, sagt Roman Denter vom
bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.

+ Attac legt Berufung gegen Verbot von drei Aktionen ein

Attac kündigte an, sich weiter juristisch gegen das Verbot von drei für
Freitagmittag in Hamburg geplante Aktionen des Netzwerkes zu wehren und
dafür notfalls vor das Bundesverfassungsgericht zu gehen. Gegen das
Urteil des Hamburger Verwaltungsgerichts, das am Freitag die Verbote
bestätigt hatte, legt Attac Berufung ein. Mit den Aktionen unter den
Titeln „Neoliberalismus ins Museum“, „Wider den Wachstumswahn“ und
„Freihandel als Fluchtursache“ will Attac seine inhaltliche Kritik an
der Politik der G20 in die Öffentlichkeit tragen. Die angemeldeten
Aktionsorte liegen in der so genannten blauen Zone.

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Die „renaturierte“ Ostgrube im Mai 2017

Die Initiative PRO BANNWALD meldet sich wieder zu Wort, nachdem sie die juristische Aus-einandersetzung um die weitere Auskiesung im Süden des Langener Waldsees dem BUND überlassen musste.

Die Initiative PRO BANNWALD lehnt die Pläne ab, die Ostgrube am Waldsee als Erholungsgebiet Waldsee auszubauen (LZ vom 27.6.17). Die Renaturierung der Ostgrube am Waldsee verzögert sich nach Ausbeutung des Kiesvorkommens seit Jahrzehnten. Das Unternehmen Sehring findet hierfür stets Unterstützung beim Langener Magistrat und bei den politisch Verantwortlichen (durch Äußerungen in der Presse dokumentiert).
Das jüngste Vorhaben von Magistrat und der Mehrheit der Stadtverordneten in Langen ist der Gipfel des Entgegenkommens. Eine feiner finanzieller Vorteil für Sehring: Erholungsgebiet statt Renaturierung in der Form, dass der eingebrachte Boden geeignet sein muss, wieder Wald wachsen zu lassen (siehe auch Leserbrief von Rainer Elsinger, LZ v. 6.6.17). Gleichwohl meint der CDU-Stadtverordnete Keppeler: „Dies hat nichts mit Sehring zu tun.“
Pro Bannwald stellt diese Fragen:
1. In der einwöchigen Anhörung in der Langener Stadthalle zur geplanten Kiesgruben-erweiterung (Juni 2015) am südlichen Waldsee ging es im Wesentlichen um den Grundwasser- und Artenschutz. In der Diskussion wurde seitens der Vertreter von Sehring oft auf die bald renaturierte Fläche der Ostgrube hingewiesen, die ja dann als Waldfläche zur Verfügung stünde. Und nun: Kein Wald? Dann müsste das Genehmigungsverfahren 2015 ff aufgrund geänderter Tatsachen neu aufgerollt werden.
2. Wurde im Magistrat und von den Stadtverordneten diskutiert, dass es bereits vertragliche Abmachungen über eine Naturlandschaft am Waldsee gibt? Im Mai 2010 veröffentliche der damalige 1. Stadtrat, dass nach dem Kiesabbau südlich des Waldsees eine wertvolle Natur-landschaft geschaffen wird. „In einem Natur- und Landschaftspark mit Spazierpfaden und Aussichtspunkten zum Wasser hin soll die ruhige Erholung im Vordergrund stehen,“ Der Herr Stadtrat weiter: „Kleinere Gewässer und Biotope könnten ebenfalls zu einem reizvollen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Spaziergänger beitragen,“ (genau das, was Sehring den städt. Verantwortlichen Jahre vorher in der Fischerhütte am Waldsee mittels PowerPoint-Vortrag schmackhaft machte).
3. Zwei Flächen für Naturlandschaften, Ostgrube und neue Auskiesungsfläche südlich nach Waldrodung auf geschätzten 100 ha ehemaliger Waldfläche, ein erheblicher Teil davon Bannwald? Und das alles für das allgemeine Wohl, das ja bemüht wurde, um Bannwald roden und auskiesen zu können. Waldfläche, die dem Umwelt- und dem Naturschutz dient, wird dem „Kiesmachen“ geopfert.
Pro Bannwald wird sich mit dem Regionalverband Rhein/Main, dem Regierungspräsidenten und dessen Bergamt und mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt… sowie mit der Stadt Mörfelden-Walldorf in Verbindung setzen. Außerdem wird geprüft, unter welcher Internetadresse die EU anzuschreiben ist, denn die EU-Behörden kümmern sich seit Jahren durch Richtlinien um den Grundwasserschutz.

Initiative PRO BANNWALD
Jürgen Eberhardt

26. Juni 2017 — Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
das nächste Freihandelsabkommen, diesmal JEFTA zwischen Japan und EU, ist in Anmarsch. Greenpeace Niederlande veröffentlichte geheime Verhandlungstexte zum europäisch-japanischen Handelsabkommen JEFTA. Die Veröffentlichung enthält über 200 Seiten aus mehreren Kapiteln, die bis heute geheim waren. Das JEFTA-Abkommen wäre gemessen am Handelsvolumen der größte Handelsvertrag, den die EU jemals abgeschlossen hat. Hier können Sie die Dokumente anschauen:

https://ttip-leaks.org/jefta-leaks/

Greenpeace fordert Stopp von EU-Japan-Handelsabkommen. Die NGO veröffentlicht Dokumente über die Verhandlungen zwischen Tokio und Brüssel. Der geplante Vertrag sei in Sachen Transparenz und Umweltschutz schlimmer als CETA. Die Papiere, die hauptsächlich aus dem Zeitraum zwischen Ende 2016 und Frühjahr 2017 stammen, belegen neben mangelnder Transparenz auch Mängel im Umweltschutz. Das Walfangthema – Japan betreibt kommerziellen Walfang – wird nicht einmal erwähnt. Außerdem zeigten die Dokumente, dass die in JEFTA vorgesehenen Sonderklagerechte für ausländische Investoren noch problematischer ausfallen könnten als bei CETA.

Darüber hinaus möchte ich auf einen Artikel des Handelsblatts zu einem Brief des kanadischen Handelsministers hinweisen. Dort wird klar, dass es nicht Kanada, sondern die EU-Kommission war, die sich gegen verbindliche Arbeitnehmerrechte und für Schiedsgerichte beim Euro-Kanadischen Abkommen CETA aussprach.

Handelsblatt

Stoppen wir jetzt JEFTA! Nehmen Sie unbedingt an der Aktion „JEFTA Stoppen“ von CAMPACT teil!

Zur Campact Aktion

Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein

Was für ein schöner Tag! Gemeinsam organisiert von belgischen, niederländischen und deutschen Anti-Atom-Initiativen sind heute quer durch drei Länder so viele gegen Atomkraft auf die Straße gegangen wie schon seit Jahren nicht mehr.

50.000 Menschen bildeten Hand in Hand ein Band des Protestes über 90 Kilometer. Eine ganze Region wehrt sich – mit überregionaler Unterstützung – gegen die atomare Bedrohung. Europäische Zivilgesellschaft gegen europäische Atomwirtschaft. Und nicht umsonst hieß diese Aktion „KettenreAktion Tihange“. Denn der Protest gegen die belgischen Riss-Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 ist nur der Anfang.

Für .ausgestrahlt – wir haben die regionalen Organisator*innen nach Kräften unterstützt – war und ist es ein besonderes Anliegen, dass es eben nicht nur um die belgischen Reaktoren geht. Denn die Region um Lüttich, Maastricht und Aachen, die heute mit der Menschenkette verbunden wurde, ist genauso durch französische, niederländische und deutsche Atomkraftwerke bedroht.

Und dazu kommt: Wir Menschen aus Deutschland sollten aus meiner Sicht nur dann Forderungen gegenüber der belgischen Regierung bezüglich Tihange und Doel erheben, wenn wir auch hierzulande unsere „Hausaufgaben“ machen. Zum Beispiel durch die Schließung der Brennelementefabrik in Lingen, die auch Belgien mit Brennstoff versorgt. Oder eben auch durch eine deutlich schnellere Abschaltung der acht noch immer laufenden AKW.

Ich weiß: In der Anti-Atom-Bewegung renne ich da offene Türen ein. Wir müssen das aber denjenigen Politiker*innen aus fast allen Parteien sagen, die in den letzten Tagen so vollmundig die Anliegen der Menschenkette unterstützt haben. Es gibt keine Unterscheidung in „böse“ ausländische und „gute“ deutsche AKW. Jeder Reaktor kann jeden Tag durchbrennen. Und deswegen müssen sie alle vom Netz.

Die Menschenkette macht Mut, für dieses Ziel weiter zu streiten. Noch vor wenigen Wochen wurden die Organisator*innen von nicht wenigen für verrückt erklärt angesichts dieses riesigen Projekts: 90 Kilometer, drei Sprachen, große Unterschiede der atompolitischen Ausgangssituationen, Protestkulturen und versammlungsrechtliche Rahmenbedingungen in den drei Ländern. Sie haben sich aber nicht beirren lassen und ihr großes Ziel konsequent verfolgt – mit einem riesigen Erfolg am heutigen Tag.

Das kann allen ein Vorbild sein: Setzen wir uns große Ziele und treten mit viel Energie dafür ein – dann können wir Erstaunliches erreichen.

Energiegeladene Grüße
Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

Die Grünen in Schleswig-Holstein wollen unbedingt mitregieren – und brechen dafür bereits in den Koalitionsverhandlungen ihre Wahlversprechen. Vor der Wahl versprachen die grünen Spitzenkandidaten noch: „Die feste Fehmarnbelt-Querung lehnen wir aus ökonomischen und ökologischen Gründen weiterhin ab.“ Jetzt hat Umweltminister Habeck (Grüne) in den Koalitionsverhandlungen grünes Licht für den skandalösen und ökonomisch sinnlosen Fehmarnbelttunnel gegeben. Read More

 

Christine Buchholz MdB, Die LINKE
Direktkandidatin Kreis Offenbach

Auch 500 Jahre nach der Reformation wird das Verhältnis von Staat und Kirche in Deutschland kontrovers diskutiert. Wie sollen und wollen diese beiden eigentlich miteinander umgehen?
Braucht es mehr kritischen Abstand? Oder sollte besser alles so bleiben wie es ist? Vor gut drei Jahren forderte der ZEIT-Redakteur Karsten Polke-Majewski:
Trennt euch endlich! Niemandem täte eine klare Trennung von Staat und Kirche so gut wie den Kirchen selbst. Es ist an der Zeit, einen klaren Schnitt zu setzen.

Die LINKE in Langen nimmt das Reformationsjubiläums in diesem Jahr zum Anlass, um gemeinsam mit Ihnen über dieses wichtige Thema nachzudenken: Ist das Verhältnis zwischen Staat und Kirche(n) noch zeitgemäß oder müsste hier mal gründlich reformiert werden?

 

Steffen Held, Pfarrer
Langen

Am 20. Juni 2017 können Sie mit der Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz (MdB, Direktkandidatin der LINKEN für den Landkreis Offenbach), dem Gießener Stadtverordneten und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Laizismus, Michael Janitzki, sowie dem Langener Pfarrer Steffen Held darüber diskutieren.

Michael Janitzki, Stadtverordneter
Gießen

Im Anschluss an die Veranstaltung sind die Teilnehmer zu einem kleinen Imbiss in Langens
gut Stubb, dem Haferkasten, eingeladen.

Kommen Sie und diskutieren Sie mit!

Ort: Restaurant Zum Haferkasten, Wilhelm-Leuschner-Platz 13, 63225 Langen

Zeit: Dienstag, den 20. Juni 2017, um 18.30 Uhr

Rückfragen oder Anmeldungen sind möglich unter: mw.dielinke@live.de

Seit 2013 ist Langen Fairtrade-Stadt, d.h. dass im Rathaus, in einer bestimmten Anzahl von Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben, in Kirchen, Schulen und Vereinen fair gehandelte Produkte zum Einsatz kommen und dass Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Fairer Handel“ stattfindet.
In diesem Rahmen wurde im Frühjahr 2017 der Langener Stadtkaffee eingeführt. Das farbenfrohe Etikett, in dem das beliebte Motiv der Stadtkirche und die Abbildung des afrikanischen Kontinents auf einen Blick die beiden Seiten der Medaille zeigen, hier die Verbraucher und dort die Produzenten, wurde von der ortsansässigen Künstlerin Martina Retzdorff gestaltet. Der Stadtkaffee ist z.Zt. im Weltladen und im Buchladen erhältlich und findet bei den Langenern guten Anklang.
Lieferant ist der Verein „Würzburger Partnerkaffee e.V.“, dessen Mitgliedsorganisationen vielfältige Beziehungen zum Herkunftsland Tansania (Ostafrika) unterhalten. Auf Einladung der Fairtrade-Stadt-steuerungsgruppe und des Weltladens kommt Herr Veeh vom Würzburger Partnerkaffee nach Langen und informiert ausführlich über das Land Tansania, die Lebensbedingungen und Anbaumethoden der Kaffeebauern, die meist nur über sehr kleine Flächen verfügen, und über die Wertschöpfungskette, deren Transparenz ein wesentliches Element des Fairen Handels ist.
Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 14.06.2017, 19:30 Uhr, im Petrus-Gemeindehaus, Bahnstraße 46. Der Eintritt ist kostenlos.


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