Am 27. März 2020 findet im Naturfreundehaus Egelsbach die nächste Veranstaltung in der Reihe „Freitags im Waldhaus“ statt. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte der Naturfreunde und der Arbeiterschaft von der Weimarer Republik bis in die 50er Jahre. Die Historikerin Cornelia Rühlig, ehemalige Museumsleiterin aus Mörfelden Walldorf, nimmt bei der Recherche auch Bezug zu den Egelsbacher Naturfreunden.

Die Menschen, die sich 1920 für den Verein interessierten, waren meist Arbeiter und kleine Angestellte, die unter der schwierigen, ökonomischen Situation leiden mussten. Meist arbeiteten sie mehr als 10 Stunden an ungesunden Arbeitsplätzen, lebten in beengten, dunklen und feuchten Wohnungen, Lebensqualität und bessere Arbeitsbedingungen mussten mühsam erkämpft werden.

Max Schober, Gründungsmitglied der Naturfreunde Egelsbach

Einer der ersten Gründer der Naturfreundebewegung war der Sozialist und Lehrer Georg Schmiedl. Er äußert über seine Beweggründe: „Wir wollten vor allen Dingen die Arbeiter losreißen von den Stätten des Alkohols; vom Würfel- und Kartenspiel. Wir wollten sie aus der Enge der Wohnungen; aus dem Dunst der Fabriken und Wirtshäuser hinausleiten; in unsere herrliche Natur, sie der Schönheit und Freude entgegenführen. Wir wollten sie in die Lage versetzen, ihren Körper und ihren Geist frei zu machen von dem trüben und öden Allerlei des Alltags“.

1920 gründete der Bildhauer Max Schober die Ortsgruppe in Egelsbach. Es waren schwere Zeiten, denn der verlorene 1. Weltkrieg führte zu katastrophalen wirtschaftlichen Folgen für die Bevölkerung. Nachdem das Kaiserreich abgedankt hatte, entstanden in der Republik neue Rechte und Strukturen. Diese wurden jedoch für die breite Masse, die unter großer materieller Not und Armut litten, von Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit und Nahrungsmittelknappheit überschattet. Die Weimarer Republik brachte den Naturfreunden aber auch kontinuierliches Wachstum. Trotz aller Probleme entstand auch in Egelsbach eine rege Vereinskultur, es war die Rede von über 27 Vereinen. Es handelte sich meist um bürgerliche Vereine und einige Arbeitervereine. Diese grenzten sich klassenbewusst voneinander ab. Die Egelsbacher Naturfreunde sowie die Atheisten schlossen sich in der „Gemeinschaft Proletarischer Freidenker“ an. Sie gehörten zum linken Spektrum. In Egelsbach war die KPD zwischen 1921 und 1933 die zweitstärkste, die SPD stärkste Partei. Wer mehr über die politische Situation sowie über das Leben der Menschen dieser Region wissen möchte, wird an diesem Abend auf seine Kosten kommen.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei, für einen kleinen Imbiss sowie Getränke ist gesorgt.

Aushang Demo
Pressemitteilung 14.02.2020
Freitag im Waldhaus Februar 2020

Flyer Kundgebung_NEU


Dichter Nebel steigt auf, in Gummistiefeln kommt die Expedition nur langsam durch den knöcheltiefen Schlamm voran. In einem der feuchtesten Gebiete unserer Erde gilt es 8.000 Höhenmeter zu absolvieren bevor die im Grenzgebiet zum Kongo gelegene Margherita Spitze (5.109m) zu sehen ist. Denken wir an Berge in Afrika, fallen uns Kilimanjaro und Mt. Kenia ein, den Meisten völlig unbekannt ist das Rwenzori Gebirge – auch Mondberge genannt.
Im vielleicht schönsten Gebirge unserer Erde startete die Expedition auf einer Höhe von 1.500m in Richtung Westen. Der Kilembe Trail führt anfangs durch dichten Regenwald kontinuierlich aufwärts, 1.000 Höhenmeter gilt es in den ersten Tagen zu meistern. Die Gipfeletappe führt über zwei Gletscher und Steinkletterei über teilweise mit Fixseilen gesicherte Passagen.
Mit über fast 10.000 Bildern und vielen Videos wurde die Tour dokumentiert und viele Audioaufnahmen einheimischer Künstler mitgebracht. Traditionell bei Seibolds Multimediapräsentationen ist die musikalische Verarbeitung der Ereignisse. Für potenzielle Nachahmer gibt es viele Tipps wie eine solche Expedition geplant werden kann.
Für einen Imbiss wird gesorgt. Der Eintritt ist frei – Spenden werden gerne entgegen genommen.

Vier Häuser mußten dem „Magneten“ weichen

Seit Wochen ist die Langener Bahnstraße zur Baustraße geworden. Die Stadt ließ vier alte Häuser abreißen an deren Stelle soll die Firma SALCO einen Supermarkt mit Tiefgarage plus teure Eigentumswohnungen errichten. Ob dies die Bahnstraße für die Langener Bürgerrinnen und Bürger attraktiver macht darf bezweifelt werden. Eher werden einige kleinere Läden in der Umgebung schließen müssen. Der Supermarkt wird mehr PKW- und LKW-Verkehr in die Innenstadt ziehen. Zum Einkaufsbummel fahren die Langener dann nach Frankfurt oder Darmstadt. Dort gibt es Fußgängerzonen auf denen man gefahrlos schlendern kann und in den entsprechenden Straßencafés ist man nicht den Abgasen des Straßenverkehrs ausgesetzt.

So sah es hier noch vor einigen Monaten aus


Leserbrief zum Artikel 4.1.2020


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