Langener Friedensinitiative ruft zum Protest auf

Montag , 10, April 2017 Leave a comment

Die Friedensinitiative Langen schließt sich dem Aufruf des Bundesausschuss Friedensratschlag an, der fordert

– die Bundesregierung auf, den völkerrechtswidrigen US-Angriff auf Syrien zu verurteilen und

– die Friedensbewegung zu Protestaktionen auf.

Bei diesem neuen entsetzlichen Anschlag in Chan Scheichun ist die US-Regierung mit schnellen Schuldzuweisungen an die syrische Regierung zur Stelle. Die Begründung des US-Präsidenten Donald Trump ist nur eine Behauptung.

Zur Erinnerung führt der Friedensratschlag an : Am 21.8.2013 geschah ein verheerender Giftgasangriff auf das syrische Ghuta. Die US-Regierung unter Barack Obama machte dafür postwendend die syrische Regierung verantwortlich. Später kam heraus, dass die US-Geheimdienste bereits am 20.6.2013 wussten, dass die Türkei die Al-Nusra-Front mit Sarin ausgerüstet hatte und außerdem stellte sich heraus, dass das verwendete Sarin wegen dessen spezifischer Zusammensetzung nicht aus den Arsenalen Syriens stammen konnte.

Daher hält der Bundesausschuss Friedensratschlag die Analyse für stichhaltig, dass der türkische Geheimdienst MIT und der Al-Kaida-Ableger Al-Nusra für den damaligen Giftgasanschlag in Ghuta die Verantwortung tragen. Die syrischen Giftgasbestände wurden unter Aufsicht der OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) in einer aufwendigen Aktion außer Landes gebracht und vernichtet. Die OPCW wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Friedensinitiative Langen weist auf die Gefahr hin, die dieser Kriegsakt, befohlen vom US-Präsidenten Trump, für die Völker birgt. Trump nahm es in Kauf, dass dadurch die russischen Interessen an Syrien massiv gestört wurden und Russland es der USA bei passender Gelegenheit heimzahlen wird.

Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, Zitat aus der FAZ vom 22.11.2016 „Die Nato beruht auf einigen Kernwerten: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, individuelle Freiheit. Und ich erwarte, das alle Verbündeten sich an diese Werte halten.“
Jens Stoltenberg jetzt vom Radio NDR zum Alleingang Trumps gegen Syrien befragt, äußerte wie Merkel und Hollande Verständnis für die USA. Dieser Kotau (Unterwerfung) kann tödliche Folgen haben.

Den Eindruck der Wirkung des amerikanischen Atombombenabwurfs auf Japan verarbeitete Max Frisch 1947 in seinem Bühnenstück Die Chinesische Mauer: „…Wir befinden uns,… im Zeitalter der Wasserstoffbombe…das bedeutet: Wer heutzutage ein Tyrann ist, gleichgültig wo auf diesem Planeten, ist ein Tyrann über die gesamte Menschheit. Er hat ein Mittel in der Hand, um sämtliches Leben auf dieser Erde – aus einem Bedürfnis heraus, das absurd erscheint, jedoch bei schweren Neurotikern nicht selten ist – denn Garaus zu machen.“

gez. Jürgen Eberhardt


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