Erneute Waldrodung droht

Sonntag , 24, September 2017 Leave a comment

DKP/Linke Liste
Stadtverordnetenfraktion Mörfelden-Walldorf
Sorge um unbelastete Trinkwasserversorgen

Mörfelden-Walldorf/ Langen – Erneut soll eine große Waldfläche zwischen Mörfelden-Walldorf und Langen der Axt zum Opfer fallen. Die Firma Sehring GmbH hat bereits Bauzäune errichtet, um ein weiteres Waldstück in den kommenden Tagen zu roden.
Es handelt sich um das Gebiet parallel zur Steingrundschneise und der Brunnenschneise; das ist östlich der stillgelegten Zufahrtsstraße von Langen. Westlich vom geplanten Kiesabbau (ca. 1200 m) sind Trinkwasser Brunnen von Walldorf. Östlich davon sind Brunnen und das Wasserwerk West von Langen in ca. 800 m Entfernung.
Es geht hier nicht alleine nur um den Wald. Es droht eine unwiederbringliche Vernichtung eines großen und natürlichen Trinkwasserspeichers mit einem exzellenten Kiesfiltersystem.
Mit deutlichen Worten widerspricht die Stadtverordneten Fraktion der DKP/Linke Liste Mörfelden-Walldorf diesen Plänen. „Angesichts wachsender Probleme, das Rhein-Main-Gebiet mit unbelastetem Trinkwasser zu versorgen, ist diese Politik eines fortschreitenden Raubbaues geradezu grotesk“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dietmar Treber. Hinzu komme, dass der derzeitige große Grundwassersee von 200 ha, liebevoll als Waldsee bezeichnet, durch Verkeimung (Badebetrieb) und Schadstoffe belastet ist. „Nun wird auch das angrenzende Brunnensystem gefährdet“ und so Treber weiter: „Nach den riesigen Waldverlusten durch die Nordwestlandebahn, Cargo-City Süd und das Terminal 3, droht jetzt weiter ein bedeutender Verlust an Wald und damit auch Naherholungsgebiet. Die Vernichtung des Waldes ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Profitinteressen über das Wohlergehen der Menschen gehen. Das Prinzip: Profite steigen wenn Bäume fallen, bestimmt weiterhin das Denken der Unternehmen und Konzerne. Die Menschen im Rhein-Maingebiet brauchen aber nicht nur sichere Arbeitsplätze sondern auch eine gesunde Umgebung und Möglichkeiten zur Regeneration und Freizeit, eine intakte Natur“.

Mit freundlichen Grüßen
Dietmar Treber
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender


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