Hände weg vom Langener Bannwald!

Dienstag , 19, März 2019 Leave a comment

Den folgenden Redebeitrag hielt Günther Lange von den Naturfreunden Egelsbach-Erzhausen auf der Bannwald-Demonstration am 16.03.2019 in Langen:


Umwelt und Klima vor Proft- und Wachstumswahn

Wenn Wald verschwindet, wird Kohlendioxid freigesetzt – das weltweite Abholzen von Bäumen trägt deshalb maßgeblich zum Klimawandel bei.

Günther Lange (Bildmitte)

Dabei geht es nicht nur um Kohlendioxid, das im Holz gebunden ist;
Auch in Böden gesunder Wälder sind große Mengen von Kohlenstoff gespeichert. Werden nun Wälder gerodet wird durch die Rodung mehr Kohlendioxid freigesetzt.
Momentan geht man von einem Anteil an der Entwaldung am Treibhauseffekt von 20 bis 25 Prozent aus!!!!!!!!!!

Klar ist also, dass nicht nur die Minderung von Emissionen (z.B. durch Energiesparen oder Verkehrspolitik) der Erderwärmung entgegenwirkt, sondern ebenfalls der Schutz der Wälder oder das Neuanpflanzen von Wäldern (z. B. durch Renaturierung).

Und hier müssen wir zum Beispiel feststellen und zwar als erstes:

Das die Ostgrube bisher noch nicht renaturiert ist. Wer dort entlanggeht, der sieht, dass da wo früher ein mächtiger Wald war,
nun kleine Tümpel (auch nicht mehr nach dem heißen Sommer)
mit Sträuchern und große Brachflächen sind. Durchzogen wird das ganze durch Baustraßen der Firma Sehring. Auch lagern am Straßenrand die Baumstümpfe mit Wurzeln der letzten Rodungsaktion, getarnt als „Stubbenwall“ d. h. als Lebensraum für Tiere.

Über 300 Menschen demonstrierten am 13.03.2019 in Langen für die Erhaltung des Bannwaldes

Dies ist für mich eine sehr perfide pseudoökologische Angelegenheit, die den Menschen Umweltbewusstsein vorgaukeln soll. Erst wird Leben vernichtet und zerstört, nämlich der Bannwald samt Flora und Fauna, dann schichtet man die Wurzeln auf, um das Ganze dann als ökologisch und umweltbewusst zu verkaufen.
Dies ist für mich eine Farce, denn die Tierchen, die sich hier – vielleicht –
ansiedeln, sind nach dem Verrotten der Wurzeln wieder verschwunden, weil Ihnen dann nämlich auch dieser Lebensraum fehlt. Dann noch von Renaturierung zu sprechen ist blanker Hohn.
Das Einzige, was dieser „Stubbenwall“ anzeigt ist nämlich die
Menge CO2 die hier mit der Rodung freigesetzt wurde. Ein besseres
Beispiel als dieser Stubbenwall, kann es für die Klimaerwärmung
gar nicht geben.

Hier gilt es, für uns alle, anzusetzen, zu protestieren und zu kämpfen, um eine weitere Rodung unserer Wälder zu verhindern,
ob diese nun Hambacher Forst, Langener Bannwald, die Juhöhe im Odenwald oder wie auch immer heißen mögen. Es muss wieder
wahr werden, das Umwelt und Gesundheit vor Profitgier agieren.

Und noch eines zu unseren Kritikern:
Würde mancher sich mit derselben Vehemenz für unsere Umwelt einsetzen, wie er Umweltschützer kritisiert, wäre der Umwelt schon geholfen!!!!!!!!

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Hier noch ein Link zu einem kurzen Film + Hessenschauausschnitt von der Bannwalddemonstration:
Zum Video


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