20170508_Ausstellung

Gemeinsam mit den beiden Großkirchen will die CDU „die Verantwortung vor Gott“ als Passus in die hessische Landesverfassung aufnehmen. Anlass dazu bietet die vor über einem Jahr eingerichtete Enquetekommission „Verfassungskonvent zur Änderung der Verfassung des Landes Hessen“. Bereits am Mittwoch, den 15. Februar fand dazu eine öffentliche Anhörung statt. Die Humanistische Gemeinschaft Hessen sowie der Humanistische Verband stellen sich als Interessenvertretung nichtreligiöser Menschen gegen diese Ausgrenzung und Bevormundung. Auch in Hessen machen Atheisten und nichtreligiöse Menschen einen immer größeren Teil der Bevölkerung aus.

„Gesetze mit ausdrücklichen Verweisen auf religiöse Vorstellungen widersprechen der Idee von einem demokratischen Staat als verfasstem Gemeinwesen aller Bürgerinnen und Bürger.“ Bereits letztes Jahr hatte Prof. Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verband Deutschlands (HVD), in einer Stellungnahme den Innen- und Rechtsausschuss des Landtags von Schleswig-Holstein ermahnt, auf einen Gottesbezug in der Landesverfassung zu verzichten. Mit nur einer Stimme scheiterte damals der Antrag an den Landtag in Kiel.

Nun wird auch in Hessen durch die CDU-Fraktion sowie das Kommissariat der Katholischen Bischöfe im Lande Hessen und den Beauftragten der Evangelischen Kirchen in Hessen ein Versuch gestartet, die „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ sowie das Gedenken der „Geschichte und christlich-humanistischen Tradition“ in die Präambel der Landesverfassung aufzunehmen.

„Die Bürgerschaft Hessens gründet auf kultureller Vielfalt, nicht auf religiöser Überzeugung oder einem Staatskirchentum“, erklärt Dr. Holger Behr, Landessprecher der Humanistischen Gemeinschaft Hessen. „Die beabsichtigte Erwähnung Gottes und christlicher Wurzeln trägt nicht dazu bei, Menschen unterschiedlichen Glaubens oder Nichtglaubens miteinander zu verbinden, und behindert die kulturelle Integration.“

Als in der Nachkriegszeit die Landesverfassung geschrieben wurde, waren noch weit über 95 % der Bürger und Bürgerinnen Mitglieder einer christlichen Kirche. Mittlerweile sind es nur noch knapp über 60 %. „In einer zunehmend säkulareren Gesellschaft einen Gottesbezug in die Verfassung aufzunehmen wirkt wie ein Versuch, sich mit Zwang gegen die Freiheit zum Nichtglauben zu stellen. Bei der aktuellen politischen Situation würde das Land Hessen damit ein bedenkliches Zeichen gegen eine offene Gesellschaft setzen“, resümiert Dr. Florian Zimmermann, Landesvorsitzender des HVD Hessen.

Bereits 2005 gab es einen überparteilichen Antrag auf Verfassungsänderung in Hessen, der auch einen Gottesbezug beinhalteten sollte. Der Versuch scheiterte damals aufgrund unterschiedlicher Positionen bei anderen Aspekten. Mit dem Gottesbezug hatte damals keine im Landtag vertretene Partei unüberwindbare Schwierigkeiten. Die Humanistische Gemeinschaft und der Humanistische Verband rufen deshalb dazu auf, ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis zu bilden, um gemeinsam einen Gottesbezug in der hessischen Landesverfassung zu verhindern.

Hier können Sie uns dabei unterstützen:
https://www.openpetition.de/petition/online/kein-gottesbezug-in-die-hessische-landesverfassung

Manfred Gilberg, Präsident der Humanistischen Gemeinschaft Hessen K.d.ö.R.
Dr. Florian Zimmermann, Landesvorsitzender des HVD Hessen e.V.


AfDler*innen aus der ganzen Republik treffen sich am 22. April im Kölner Maritim-Hotel, um ihre Spitzenkandidat*innen für den Bundestagswahlkampf 2017 aufzustellen. Sie planen die größte rassistische Hetzkampagne, die wir seit Jahrzehnten gesehen haben und sie wollen Rassist*innen und Neo-Nazis in den Bundestag und damit an Macht, Geld und Ressourcen bringen. Auch Björn Höcke will nach Köln kommen. Trotz Parteiausschlussverfahren und Hausverbot im Maritim-Hotel hat ihn die AfD-Thüringen mit 90% der Stimmen als Delegierten für den Bundesparteitag aufgestellt.

Auf dem Parteitag steht ein Showdown im parteiinternen Flügelkampf bevor. Petry hat einen Antrag auf eine Strategieentscheidung gestellt, in dem sie die auf Regierungsbeteiligung orientierte „Realpolitik“ ihres Flügels für unvereinbar mit der Strategie der „Fundamentalopposition“ des Höcke-Flügels erklärt. Im Antrag auf Höckes Parteiausschluss vergleich sie ihn sogar selbst mit Hitler. Eigentlich hat Petry kein Problem mit Höckes Positionen – sie bedient selbst rassistische und geschichtsrevisionistische Positionen. Sie hat ein Problem mit den Protesten und der schlechten Presse, die positive Bezüge auf den Nationalsozialismus, offen antisemitische Äußerungen, Verbindungen ins rechtsradikale Lager usw. für die AfD nach sich ziehen. Unsere Proteste haben mit zur Schwächung der AfD beigetragen. Die Aktionen gegen den AfD-Bundesparteitag sind nun der nächste wichtige Schritt, um die weitere Schwächung der AfD voranzutreiben:

In Köln wird der AfD den ganzen Tag über ein bunter, vielfältiger und lautstarker Protest entgegenschlagen. Gemeinsam mit zehntausenden Menschen werden wir den Bundesparteitag der AfD zum Anlass nehmen, um gegen die menschenverachtenden Positionen dieser Partei zu demonstrieren und deutlich zu machen:

Wir stehen an der Seite von Geflüchteten, von Muslim*innen und von allen anderen, die rassistisch diskriminiert und bedroht werden, an der Seite von allen Minderheiten, die nach dem Willen der AfD systematisch benachteiligt und ausgegrenzt werden sollen.

Daher rufen wir dazu auf, am 22. April in Köln gegen die AfD auf die Straße zu gehen. Unser Protest wird lautstark und vielfältig sein. Wir werden uns an unterschiedlichen Aktionsformen beteiligen und uns dabei nicht spalten lassen.

Was ist am 22.04. konkret geplant?

Für 07:00 Uhr ruft die Kampagne „Solidarität statt Hetze“ unter dem Motto „Der AfD die Show stehlen“ zu massenhaften kreativen Blockaden gegen den Parteitag auf. In der Kampagne haben sich ca. 50 Gruppen zusammengeschlossen, u.a. das Bündnis „Köln gegen Rechts“. Als Aktionskonsens hat die Kampagne dabei formuliert: „Wir stellen uns dem Bundesparteitag der AfD entgegen, um ihn zu verhindern. Dabei agieren wir auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams. Unsere Massenblockaden sind Menschenblockaden. Von uns geht dabei keine Eskalation aus. Wir sind solidarisch mit allen, die unsere Ziele teilen.“ Mehr Infos

Für 11:00 Uhr mobilisiert das Bündnis „Köln stellt sich quer“ unter dem Motto „Tanz die AfD“ zu einer Kundgebung auf dem Heumarkt mit anschließender Demonstration ab 13:00 Uhr. Das Bündnis formuliert, es wolle sich „mit gewaltfreiem und fantasiereichem Protest gegen den AfD-Bundesparteitag im Maritim-Hotel quer stellen. Wir werden das wahre Gesicht Kölns zeigen, das Gesicht einer vielfältigen, humanen, lebensfrohen und vor allem einer demokratischen Stadt.“ Mehr Infos

Wir werden als Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus“ sowohl zu Beginn der Blockaden als auch später auf der Demo präsent sein. Unser Treffpunkt für die Blockaden ist um 6.30 Uhr am Erbertplatz und für die Demo zwischen 11 und 13 Uhr auf dem Heumarkt, wo wir Flyer verteilen und uns dann zu einem AgR-Block zusammenfinden wollen.

Wir sehen uns in Köln!

Die Friedensinitiative Langen schließt sich dem Aufruf des Bundesausschuss Friedensratschlag an, der fordert

– die Bundesregierung auf, den völkerrechtswidrigen US-Angriff auf Syrien zu verurteilen und

– die Friedensbewegung zu Protestaktionen auf.

Bei diesem neuen entsetzlichen Anschlag in Chan Scheichun ist die US-Regierung mit schnellen Schuldzuweisungen an die syrische Regierung zur Stelle. Die Begründung des US-Präsidenten Donald Trump ist nur eine Behauptung.

Zur Erinnerung führt der Friedensratschlag an : Am 21.8.2013 geschah ein verheerender Giftgasangriff auf das syrische Ghuta. Die US-Regierung unter Barack Obama machte dafür postwendend die syrische Regierung verantwortlich. Später kam heraus, dass die US-Geheimdienste bereits am 20.6.2013 wussten, dass die Türkei die Al-Nusra-Front mit Sarin ausgerüstet hatte und außerdem stellte sich heraus, dass das verwendete Sarin wegen dessen spezifischer Zusammensetzung nicht aus den Arsenalen Syriens stammen konnte.

Daher hält der Bundesausschuss Friedensratschlag die Analyse für stichhaltig, dass der türkische Geheimdienst MIT und der Al-Kaida-Ableger Al-Nusra für den damaligen Giftgasanschlag in Ghuta die Verantwortung tragen. Die syrischen Giftgasbestände wurden unter Aufsicht der OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) in einer aufwendigen Aktion außer Landes gebracht und vernichtet. Die OPCW wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Friedensinitiative Langen weist auf die Gefahr hin, die dieser Kriegsakt, befohlen vom US-Präsidenten Trump, für die Völker birgt. Trump nahm es in Kauf, dass dadurch die russischen Interessen an Syrien massiv gestört wurden und Russland es der USA bei passender Gelegenheit heimzahlen wird.

Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, Zitat aus der FAZ vom 22.11.2016 „Die Nato beruht auf einigen Kernwerten: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, individuelle Freiheit. Und ich erwarte, das alle Verbündeten sich an diese Werte halten.“
Jens Stoltenberg jetzt vom Radio NDR zum Alleingang Trumps gegen Syrien befragt, äußerte wie Merkel und Hollande Verständnis für die USA. Dieser Kotau (Unterwerfung) kann tödliche Folgen haben.

Den Eindruck der Wirkung des amerikanischen Atombombenabwurfs auf Japan verarbeitete Max Frisch 1947 in seinem Bühnenstück Die Chinesische Mauer: „…Wir befinden uns,… im Zeitalter der Wasserstoffbombe…das bedeutet: Wer heutzutage ein Tyrann ist, gleichgültig wo auf diesem Planeten, ist ein Tyrann über die gesamte Menschheit. Er hat ein Mittel in der Hand, um sämtliches Leben auf dieser Erde – aus einem Bedürfnis heraus, das absurd erscheint, jedoch bei schweren Neurotikern nicht selten ist – denn Garaus zu machen.“

gez. Jürgen Eberhardt

Die ehemalige jüdische Synagoge in der Dieburger Straße wurde 1938 von den Nazis zerstört

Dass ein Langener Bürger ermordet wurde, das kam in den letzten Jahren nur noch in Romanen vor. Im realen Leben kommen die Langener friedlicher miteinander aus, egal, welchen „Abstammungshintergrund“ und welche Religion sie haben.

Aber es gab auch hier eine Zeit, da war das anders. Zwischen 1939 und 1945 wurden 37 Langener ermordet, allein deshalb, weil sie die „falsche“ Religion hatten. 10 Langener wurden ermordet, weil sie nicht der Vorstellung der damaligen Machthaber von einem gesunden Menschen entsprachen. Und einige, weil sie nicht die politische Meinung der Regierenden teilten. Und andere überlebten nur deshalb, weil sie rechtzeitig ins Ausland flüchten konnten.

Diese Problematik ist einer der Schwerpunkte beim Alternativen Stadtrundgang, den wir auch in diesem Frühling wieder durchführen und zwar am

Samstag, 22.April 2017 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Treffpunkt: Altes Rathaus

„Langen in der Nazizeit“ ist das Thema dieses alternativen Stadtrundganges. Wir erzählen die Geschichte der Opfer, aber auch der Täter und ihrer Gegner anhand der Häuser und Plätze, an denen sie wirkten. Bilder von damals helfen, die Zeit lebendig erscheinen zu lassen. Wir besuchen auch Stellen, an denen Stolpersteine für die Opfer verlegt wurden – für Juden, für politische Gegner und für Opfer der sogenannten Euthanasie.

Die etwa zweistündige Führung ist kostenlos!
Infos und Anmeldung: Herbert Walter Tel. 51873

Schon seit geraumer Zeit geht die Angst um im Raum Aachen. Die Angst vor einem Super-GAU im belgischen Atomkraftwerk Tihange. Dieses Kraftwerk ist ca. 70 km Luftlinie von Aachen entfernt und zeigt auffällige Risse in der Außenhaut. Trotzdem wird es nicht abgeschaltet. Die Bevölkerung rings um die Anlage ist daher zutiefst besorgt und hat vielfältige Aktionen unternommen um die Abschaltung zu erreichen. Vorläufiger Höhepunkt wird die Menschenkette von belgischen, niederländischen und deutschen Atomkraftgegnern sein. Diese soll am Sonntag, 25. Juni 2017 über 90km das AKW Tihange mit der Stadt Aachen verbinden.

Die Initiative „Langen gegen Atomkraft!“ schätzt diese Aktion als eine der wichtigsten in diesem Jahr ein und unterstützt sie in jeder Hinsicht. Sie betrifft uns alle, auch im weiteren Umfeld.

Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Bus zu organisieren, so dass wir gemeinsam ein Teil dieser Menschenkette werden. Die Aktion findet zwar am Äppelwoi-Sonntag statt, wir bitten trotzdem herzlich um eure Teilnahme. Feiern können wir Freitag, Samstag und Montag sicher ausreichend.

Die Fahrt beginnt ca. 10 Uhr und wir sind spätestens 23 Uhr zurück. Kosten für die Fahrt: 20 €.

Sonntag, 25. Juni 2017 – Menschenkette Aachen-Tihange – Tihange abschalten – sofort!

Mit dem Bus von Langen. Melde Dich bitte an. Vielen Dank. Bitte weitersagen und weiterverbreiten.

Bis zum Juni ist noch etwas Zeit, mobilisiert bitte in eurem Umfeld. Bei ausreichendem Interesse können wir mit mehr als einem Bus fahren.

Anmeldungen über:

Unter diesem Titel veranstaltet der Verein ByeByeBiblis einen Vortragsabend im Rahmen der 40-jahr-Feier der Stadt Dreieich.

Referentin ist die Klimaschutzmanagerin der Stadt Dreieich, Frau Annika Jung.
Donnerstag, 16. März 2017, 19:30 Uhr
Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen, Fichtestr. 50

Die weltweite Klimaerwärmung als immer drängender werdendes Problem für Mensch und Natur erfordert nicht nur ein globales Klimaschutzmanagement.

Gerade auch mit der Devise „Global denken – lokal handeln“ können alle im eigenen Haus, in der eigenen Wohnung bzw. in der Kommune aktiv werden.

Was kann in Dreieich dafür getan werden?

Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Dreieich, Annika Jung, wird einen Abriss über die bisherigen Meilensteine in der Geschichte des Umwelt- und Klimaschutzes in Dreieich geben. Zudem stellt sie die wesentlichen Punkte des im Jahr 2014 integrierten Klimaschutzkonzeptes vor. Dieses Konzept bildet die Grundlage für die Arbeit der Klimaschutzmanagerin und enthält zahlreiche Projekte bzw. Maßnahmen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Den Abschluss bilden Vorschläge und Wünsche, wie jede einzelne Einwohnerin, jeder einzelne Einwohner zum Klimaschutz aktiv beitragen und die Arbeit der Klimaschutzmanagerin unterstützen kann.

Aufruf zum Frankfurter Ostermarsch 2017

Wir bleiben dabei: Krieg schafft keinen Frieden. Mehr Waffen und mehr Militär verschärfen die weltweiten politischen und humanitären Probleme. Die mit deutschen Waffen angeheizten Kriege treiben Menschen in die Flucht, verursachen zunehmend Armut, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung. Auf die Sitze getrieben wird diese Politik durch die Sammelabschiebungen von Asylbewerbern in Bundeswehr-Kriegsgebiete wie Afghanistan.

Unser türkischer NATO- und „Flüchtlings-Deal-“Partner unterdrückt zunehmend jede oppositionelle Regung und führt Krieg im eigenen Land und in Syrien. Der sog. „Kampf gegen den Terror“ heizt den Terror weiter an. Das neuerliche Säbelrasseln zwischen Russland und der NATO löst keines der Sicherheitsprobleme der Staaten vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer. Zu Verhandlungen und Ausgleich der Interessen gibt es keine vernünftige Alternative.

Doch die Bundeswehr wird grundgesetzwidrig in immer mehr Staaten geschickt. Bis 2030 sollen 130 Milliarden Euro zusätzlich für Rüstung ausgegeben werden. Gleichzeitig fehlen überall Gelder für Bildung, Soziales und ökologischen Umbau. Die in Büchel stationierten US-Atomwaffen werden modernisiert, anstatt dass die Bundesregierung auf eine „atomare Teilhabe“ verzichtet und deren Abzug durchsetzt.
Die innere Militarisierung schreitet voran durch Schüren von Terrorangst, Gerede über einen Bundeswehreinsatz im Inneren und die Werbeoffensive der Bundeswehr zur Rekrutierung junger Menschen.

Wir wollen
das Ende der Kriege und der deutschen Kriegsbeteiligung

• den Stopp aller Rüstungsexporte aus Deutschland und Konversion der Rüstungsindustrie
• Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus und Rechtspopulismus bekämpfen
• eine EU-Politik für den Schutz und die Entwicklung lokaler Wirtschaft in Entwicklungsländern
• Solidarität mit Migrant_innen und eine humane Flüchtlingspolitik
• Solidarität mit dem türkischen gewaltfreien Widerstand gegen eine neue Diktatur
• internationale Kooperation, z.B. im Rahmen der OSZE, statt militärischer und wirtschaftlicher Drohungen

 

 

Deshalb demonstrieren wir beim Ostermarsch am 17. April gemeinsam für eine Welt ohne Terror, Hass und Unterdrückung, für Frieden, Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Tragen wir diese Forderungen auch als Messlatte in den anstehenden Bundestagswahlkampf.

Frieden schaffen ohne Waffen

Aufruf zu internationalen Protestkundgebungen
Am 16. März wird es in der lettischen Hauptstadt Riga – wie jedes Jahr seit 1991 – zu einem Gottesdienst, einem Ehrenmarsch und einer fahnengesäumten Kundgebung am Freiheitsdenkmal zu Ehren der lettischen Einheiten der Waffen-SS kommen.
Lettland gehört mit Estland, Litauen, der Ukraine und Bulgarien zu den osteuropäischen Staaten in denen Einheiten der Waffen-SS und andere mit den Nazis kollaborierende antisemitische Todesschwadronen als nationale Idole gefeiert werden. Dies geschieht mit staatlicher Duldung und teilweise offener Unterstützung durch Behörden.
Der Rigaer „Ehrenmarsch“ ist eine unerhörte Provokation für die Angehörigen der Opfer der lettischen Polizei und SS-Verbände und für die jüdische, russischsprachige und andere Minderheiten im Land. Er steht nicht nur im Gegensatz zu den Grundwerten der Europäischen Union, deren sonstige Vorzüge der lettische Staat andererseits gerne entgegennimmt, sondern ist auch eine Provokation gegenüber der Russischen Föderation und damit eine Gefahr für den Frieden in Europa.
In Lettland werden antifaschistische Demonstrant*innen erheblichen Repressalien (Telefonüberwachung, Reisebeschränkungen, Behördenschikanen, Polizeiwillkür, staatliche Einflussnahme auf Hotels und Veranstaltungsunternehmen) ausgesetzt. Dies gilt auch für Unterstützer*innen, die aus Deutschland und anderen Ländern anreisen.
Umso wichtiger ist es, auch 2017 Solidarität mit den lettischen Antifaschist*innen zu zeigen. Die VVN-BdA und die Mitgliedsverbände der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) rufen dazu auf, nach Riga zu reisen und am 16. März an der antifaschistischen Kundgebung teilzunehmen.
Gleichzeitig wird dazu aufgerufen, am 15. März
in Rom, Brüssel, Budapest, Athen und auch in deutschen Städten
vor lettischen Botschaften und Konsulaten in Europa gegen die Verherrlichung von NS-Kollaborateuren und Massenmördern zu protestieren und Freiheit für Lettlands Antifaschist*innen zu fordern.
Wir rufen in Frankfurt dazu auf,
am Mittwoch, den 15. März 2017 um 18.00 Uhr
sich vor dem Sitz des Honorarkonsulats
zu einer Mahnwache zusammenzufinden. (genauer Ort wird noch bekannt gegeben)
Wir fordern:
 Schluss mit der Ehrung von NS-Kollaborateuren und Mördern!
 Anerkennen der baltischen Beteiligung am nazistischen Völkermord!
 Freiheit für „Lettland ohne Nazismus“!

Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Appell an die gewerkschaftlich organisierten Mitglieder der Bundesversammlung:

Am 12. Februar 2017 wählt die Bundesversammlung einen neuen Bundespräsidenten. Eine ganz große
Koalition hat sich im Hinter zimmer auf den derzeitigen Bundesaußen minister F.W. Steinmeier verständigt.
Dies in einer Situation, in der die gesellschaftliche Spaltung weltweit, aber auch in Deutschland ebenso
zunimmt wie der Rechtspopulismus stärker wird. F.W. Steinmeier gehörte zu den Architekten der
Agenda 2010. Die Agenda 2010 hat die soziale Spaltung in der Bundesrepublik Deutschland
massiv befördert und die Gewerkschaften erheblich geschwächt.
Mit der Fortführung der Agenda 2010-Politik droht Schaden für die gesellschaftliche Entwicklung und
die Form seiner Nominierung steigert unsere Sorge um die politische Demokratie.
Wir, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, teils in unterschiedlichen Parteien organisiert,
teils parteilos, appellieren an die gewerkschaftlich organisierten Mitglieder der Bundesversammlung:

Wir brauchen eine Alternative zur Agenda 2010-Politik!

Unterstützt Prof. Dr. Christoph Butterwegge!

Der renommierte parteilose Armutsforscher steht profi liert und glaubwürdig für den Ausbau des
Sozialstaats, gegen soziale Spaltung und Rassismus und für die Stärkung der Gewerkschaften!
Erstunterzeichner/-innen:
Türker Baloglu (GS), Cornelia Barth(Betriebsratsvorsitzende), Julia Berg (GS), Uta Berlet,
Andreas Bernig, MdL (DGB Bezirksvorstand), Holger Bertsch (GS), Michael Bidmon (GS),
Joachim Biermanski (Personalrat), Nils Böhlke (GS), Helmut Born (Landesbezirksvorstand ver.di),
Britta Brandau (Landesbezirksvorstand ver.di), Rainer Butenschön (Betriebsratsvorsitzender),
Monika Christann (GS), Raoul Didier (GS), Dorothee Diehm (GS), Martina Ditzell (GS),
Jochen Dürr (Bezirksfachbereichvorsitzender), Armin Duttine (GS), Michael Ehrhard (GS),
Ulrike Eifler (GS), Susanne Ferschl (Gesamtbetriebsratsvorsitzende), Frank Firsching (GS),
Uwe Foullong (GS), Axel Gerntke (GS), Jürgen Gross (GS), Roland Hamm (GS), Torsten Hannig (GS),
Thorsten Hell, Jürgen Hinzer (GS i.R.), GünterHoetzl (GS), Wolfgang Hucklenbroich (GS i.R.),
Tobias Huth (GS), Ralf Jaster (GS), Jörg Jungmann (GS), Bettina Jürgensen (GS), Johannes Katzan (GS),
Thomas Keuer (GS), Karoline Kleinschmidt (GS), Olaf Klenke (GS), Traudel Klitzke, Udo Klitzke (GS i.R.),
Heidi Kloor (GS), Alfred Klose, Dave Koch (Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender), Lutz Kokemüller GS),
Ralf Krämer (GS), Hans Kroha (GS), Marianne Küng-Vildebrand, Wilfried Kurtzke (GS),
Michael Lemm (Betriebsrat), Tim Lubecki (GS), Eleonore Lubitz , Walther Mann (GS), Jörn Meiners (GS),
Norbert Müller (GS i.R.), Rainer Naebsch (GS), Dieter Nickel (GS), Cosimo-Damiano Quinto (GS),
Marco Rafolt (GS), Wolfgang Räschke (GS), Ingrid Remmers (GS), Jürgen Reuter (Bezirksvorstand GEW),
Jan Richter, Brigitte Runge (GS), Robert Sadowski (GS), Heidi Scharf (GS i.R.), Hermann Schaus, MdL (GS),
Inga Schmalz, Cynthia Schneider (GS), Berno Schuckart-Witsch (GS), Ulrich Schulte (Betriebsrat),
Prof. Dr. Ursula Schumm-Garling (Soziologin), Silvia Sedelmayr (Arbeitsloseninitiative), Jana Seppelt (GS),
Luis Sergio (GS, Gesamtbetriebsratsvorsitzender), Yvonne Sotorrios (GS), Paul Stern (DGB-Kreisvorsitzender),
Ingo Tebje (GS), Diana Theil, Gabriele Ungers (Fachgruppenvorsitzende), Thomas Wamsler (GS),
Jürgen Wawersig (GS), Axel Weber (GS), Paul Weber (GS i.R.), Thomas Weber (GS), Doris Wege (GS),
Robert Weißenbrunner (GS), Markus Wente (GS), Maike Wiedwald (GS), Hans-Peter Wieth (GS),
Matthias Wilhelm (GS), Florian Witte (GS), Wilhelm Wolf (GS), Ayhan Yalgin (Betriebsratsvorsitzender),
Ayse Yalgin, Nülgün Yalgin, Serpil Yalgin, Sevra Yalgin, Peter Yay-Müller (GS), Manfred Zaffke (GS),
Wolfgang Zimmermann (ehem. Personalratsvorsitzender)
GS = Gewerkschaftssekretär/-in


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