In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 schlug der nationalsozialistische Hass gegenüber Juden auch in Langen zu. Die Fenster der Synagoge und jüdischer Geschäfte wurden eingeworfen und die Gebäude anschließend angezündet. Der Langener Magistrat gedenkt am Donnerstag, 9. November, mit Schülerinnen und Schülern des Dreieich-Gymnasiums der Opfer der „Reichspogromnacht“.

Um 18 Uhr legen Bürgermeister Frieder Gebhardt und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Reinhold an der Mahn- und Gedenkstätte an der Dieburger Straße 23 einen Kranz nieder. Anschließend beginnt um 19 Uhr in der Stadtkirche ein ökumenischer Gottesdienst, der von Gemeindereferentin Melissa Krost (katholische Sankt Jakobus Pfarrgemeinde) und dem evangelischen Dekan Reinhard Zincke gestaltet wird.

Die ehemalige Langener Synagoge

Mit den Worten „Wir erinnern uns in Ehrfurcht an die unschuldigen Opfer dieses Staatsterrors, damit so etwas nie wieder in Deutschland passiert“, lädt Bürgermeister Gebhardt alle Langenerinnen und Langener herzlich zur Teilnahme ein.

Das ist die beste Antwort auf Rassismus — von einer kleinen Gruppe in nur wenigen Tagen mobilisiert, haben über 12.000 Menschen, jung und alt, jeglicher Glaubensrichtung, Hautfarbe, und politischer Überzeugung, die Straßen Berlins eingenommen und eine glasklare Botschaft an unseren neuen Bundestag gerichtet:

So sieht das Deutschland aus, das viele von uns so lieben. Tolerant. Vielfältig. Offen. Vereint. Farbenfroh.

Das ist Deutschland.

Avaaz hat bei dieser Großdemonstration eine entscheidende Rolle gespielt. Und wow, unsere Botschaft ist angekommen: Wir sind auf den Titelseiten der Zeitungen erschienen — ARD Tagesschau, ZDF Heute, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung, Berliner Morgenpost, FAZ, BILD… die Liste geht immer weiter! Wir haben sogar Schlagzeilen in den USA, Großbritannien und Japan geschrieben.

Und da die AfD morgen zum ersten Mal Fuß in den Reichstag setzt, hätte das Timing nicht besser sein können. Während sie behaupten, die deutsche Bevölkerung unterstütze ihren Kurs, konnten wir zeigen, dass sie sich irren. So unterschiedlich wir auch sein mögen: In Deutschland eint uns viel mehr als uns spaltet.

„12.000 Menschen, die in Berlin bunt und laut gegen Hass und Rassismus demonstrieren, sind ein gutes Zeichen für unsere Demokratie.”
— Anton Hofreiter, Vorsitzender der grünen Bundestagsfraktion, zum Auftakt der Demonstration

Wir haben ihrem Hass ein schlagkräftiges und wunderschönes Zeichen entgegengesetzt. Denn wir sind nicht einfach nur auf die Straße gegangen. Wir haben getanzt, bis uns die Füße wehtaten, haben gesungen, bis wir heiser waren — voller Freude, Hoffnung und Zuversicht, dass Deutschland in den nächsten vier Jahren noch viel näher zusammenrückt.

Diese Demo ist weder der Anfang noch das Ende. Unsere unglaubliche Bewegung bietet den Rechtspopulisten schon seit Jahren die Stirn: Auf Pegida haben wir mit einer Aktion für grenzenlose Freundschaft in Dresden reagiert, haben vor dem Brandenburger Tor ein Fest der Vielfalt organisiert und sind in Koblenz gegen Faschismus auf die Straße gegangen.

Nach den Bundestagswahlen haben eine halbe Million von uns einen offenen Brief an die AfD unterzeichnet. Unseren Brief haben wir ihnen in Form einer ganzseitigen Anzeige im Tagesspiegel überliefert, wo ihn ganz Deutschland sehen kann!

Wir haben jene, die uns spalten wollen, ordentlich aufgerüttelt. Sie wollten die gestrige Demo als „Angriff auf die Demokratie“ abtun — doch sie ist alles andere als das. Das ist gelebte Demokratie. Das ist Deutschland. Am besten gewöhnen sie sich daran 🙂

Mit Dankbarkeit und Entschlossenheit

Christoph, René, Daniel, Antonia, Anne, Muriel und das ganze Avaaz-Team

Bye
Veranstaltung-NF-Niederrad

Die Friedensinitiative Langen macht aufmerksam auf das Schauspiel
„RAMSTEIN AIRBASE: GAME OF DRONES“
Es wird am Samstag, den 21. Oktober im Staatstheater Mainz aufgeführt.

In Ramstein befindet sich der größte US-Militärflugplatz außerhalb der Vereinigten Staaten: die Rammstein Airbase.
Sie ist ein zentraler Umschlagplatz für Soldaten und Material für die US-Kriegsführung in Asiens Kriegsgebieten.
Die Airbase spielt außerdem für die Kriegsführung mit Drohnen eine zentrale Rolle. Der ehemalige Drohnen-Operateur Brandon Bryant gab der Weltöffentlichkeit einen Einblick wie dieses System funktioniert und welche Rolle Ramstein darin spielt. Bryant war zu Gast im Staatstheater Mainz. Das Gespräch mit ihm diente als Grundlage für das Theaterprojekt.

Wer mitfahren möchte kann sich bei Rosi Steffens Tel.: 06103 976073 melden.

Friedensinitiative Langen

Silvia Gingold

Stellungnahme zum Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel im Gingold-Prozess
Angriffe auf die verfassungsmäßigen Rechte von Antifaschisten, die Verbreitung von Unwahrheiten und Verleumdungen wirft die hessische Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) dem hessischen Verfassungsschutz vor. Read More

OktoberA4

Verteidigungsausgaben sind kein Selbstzweck. Sie sollen ausschließlich der Friedenssicherung dienen. Deshalb ist es unsinnig, die Ausgaben an einen festgelegten Prozentsatz der Wirtschaftsleistung zu koppeln. Das 2-Prozent-Ziel der NATO, das von der Trump-Regierung vehement eingefordert wird, sichert nicht den Frieden sondern führt zu einer neuen Rüstungsspirale. Außerdem: Schon heute verschlingt der Rüstungsetat in Deutschland über 11% des Bundeshaushalts. Schon heute fehlt Geld für Bildung, Soziales und Infrastruktur.
Konflikte lassen sich nicht mit Waffengewalt lösen. Wir brauchen verstärkt zivile Strategien zur Friedenssicherung, die an den Ursachen von Kriegen und Konflikten ansetzen. Hierzu gehören vor allem ein fairer Welthandel, eine gerechtere Verteilung des weltweiten Reichtums sowie soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutz-projekte.
Wir lehnen strategische Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete sowie an diktatorische oder autokratische Regime grundsätzlich ab. Wir dürfen nicht länger Staaten und Konfliktparteien mit Waffen versorgen, die Krieg, Gewalt und Unterdrückung als Mittel der Politik verstehen.
Wir fordern alle Bundestagskandidaten/innen auf: Erklären Sie ihre Ablehnung einer 2% Verpflichtung für den Verteidigungshaushalt im Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung. Setzten Sie sich für eine stärkere und bessere Kontrolle von Waffenexporten ein!
Hier unterzeichnen
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Dieser offene Brief an die AfD verbreitet sich gerade überall! Unterzeichne ihn mit nur einem Klick und leite ihn weiter — damit er zu einem Symbol unseres Widerstandes für ein vielfältiges Deutschland wird:

Sehr geehrte AfD,

wir sind die 87 Prozent, die euch nicht gewählt haben.

Wir sind links der Mitte, rechts der Mitte und genau auf der Mitte. Wir sind Menschen jedes Geschlechts, jedes Alters, jeder Herkunft, jeder Religion, jeder Hautfarbe, jeder sexuellen Orientierung, jeder politischen Richtung. Wir sind die, die unser Land zu dem machen, was es ist.

Und wir stehen auf gegen euren Rassismus.

Wir stehen für ein weltoffenes, soziales, liberales, vielfältiges Deutschland, in dem kein Platz ist für Fremdenfeindlichkeit. Wo ihr Mauern ziehen wollt, bauen wir Brücken. Wo ihr Hass verbreiten wollt, reagieren wir mit Zusammenhalt.

Das hier ist unser aller Land und ihr „holt es euch nicht zurück“.

Hier unterzeichnen

Das sitzt: Die AfD ist zweistellig im Bundestag. Die SPD schließt eine Große Koalition aus. Die einzig realistische Koalitionsoption: Jamaika. Bedeutet das Schwarz-Gelb mit grünem Anstrich? Ist alle Hoffnung auf progressive Politikideen – die Bürgerversicherung und eine faire Rente, einem konsequenten Kohleausstieg und eine Agrarwende – dahin?

Das Wahlergebnis kann Menschen mit progressiven Werten nur erschüttern. Aber bei allem berechtigten Entsetzen ist es wichtig, sich deutlich zu machen: Die langfristigen Auswirkungen sind von uns zumindest noch beeinflussbar. Und es ergeben sich sogar kurz- oder mittelfristig ein paar Chancen – je nachdem, in welche Richtung das Land nach der Wahl geht.

Die AfD als drittstärkste Partei. Das kann der Beginn eines noch weiteren Aufstiegs sein, so wie ihn die FPÖ in Österreich erlebt hat. Oder aber die AfD geht den Weg früherer rechtsextremer Parteien wie Republikaner, DVU oder NPD, die sich selbst zerlegten.

Jamaika als Regierungskoalition. Das kann mit der FDP an der Regierung den Zerfall der EU weiter beschleunigen. Gleichzeitig aber dem weltweiten Kampf gegen die Klimakrise den dringend benötigten neuen Schub geben.

Die SPD in der Opposition. Das kann wie 2009 enden, als die SPD einen programmatischen und personellen Neuanfang verpasste. Oder die Wiedergeburt einer Partei der sozialen Gerechtigkeit einläuten – so dynamisch wie Labour in Großbritannien unter Jeremy Corbyn oder wie in den USA die Bewegung um Bernie Sanders.

Wohin sich das alles entwickelt – genau kann das jetzt niemand vorhersagen. Aber mit Strategie und Ausdauer kann es uns gelingen, in einigen Bereichen einen Unterschied zu machen. In dieser ausführlichen E-Mail wollen wir mit Ihnen unsere ersten Gedanken teilen. Read More


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